KOMMENTAR

Es geht um mehr als um Woelki

von Redaktion

VON CLAUDIA MÖLLERS

Zumindest eines steht jetzt fest: Der Papst schätzt die Vorgänge im Erzbistum Köln als sehr ernst ein. Endlich hat Franziskus reagiert und eine spektakuläre Untersuchung der Vorgänge um die missglückte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle angeordnet. Seit Monaten spitzt sich die Krise um den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki immer mehr zu – bis hin zu dem jüngsten Eklat, dass eine Pfarrgemeinde in Düsseldorf den Ortsbischof aufgefordert hat, der bevorstehenden Firmung fernzubleiben – weil er nicht mehr glaubwürdig sei. Auch viele Priester rücken von ihm ab. Die Ermittlungen bedeuten nicht gleich das Ende der Amtszeit von Woelki. Aber jetzt müssen alle Verfehlungen, alle Vertuschungen auf den Tisch. Dann muss der Papst eine Entscheidung fällen, die der Glaubwürdigkeit der Kirche dient. Es geht um viel mehr als um einen Kardinal.

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