Laschet will fair kämpfen

von Redaktion

CDU-Chef lehnt Machtwort zu Maaßen ab

Berlin – Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat zu einem Wahlkampf ohne Aggressionen aufgerufen. In der Gesprächsreihe „Brigitte live“ wies der CDU-Vorsitzende gestern Abend auf den jüngsten US-Wahlkampf hin, der die Gesellschaft tief gespaltet habe. „Ich finde, wir führen einen sachlichen, kontroversen Wahlkampf, aber wir vergiften nicht das Klima.“ Es gebe zwar „manche Ausreißer“, aber in den Führungen der Parteien sehe er den Willen zur Fairness.

Laschet lehnte ein Machtwort in Richtung des innerparteilich umstrittenen CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen ab. „Ich habe einfach nicht die Absicht, zu jeder Bemerkung, die der im Laufe der nächsten Wochen macht, jedes Mal das aufzuwerten durch eine Positionierung, die ich selbst dann dagegen halte.“ Maaßen, der früher Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz war, hatte jüngst für Entrüstung gesorgt, indem er öffentlich-rechtlichen Medien tendenziöse Berichterstattung vorwarf.

In der Debatte um das Buch von Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock vermied Laschet eine klare Bewertung. Er wünsche sich, „dass wir langsam zur politischen Debatte kommen“. Laschet verneinte zugleich die Frage, ob Baerbock im Wahlkampf mit mehr Härte behandelt werde als andere Politiker: „Ich bin zeitlebens kritisch betrachtet worden.“ Er verwies aber darauf, dass es im Netz „eine gewisse Frauenfeindlichkeit in der Debatte“ gebe. Frauen würden dort auch sexistisch beleidigt.  dpa/mm

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