Leuna – CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt können ab dieser Woche über die Bildung der neuen Landesregierung verhandeln. Mit der SPD stimmte die letzte der drei Parteien den Verhandlungen zu. Auf einem außerordentlichen Landesparteitag in Leuna votierten die Delegierten mehrheitlich für einen Antrag des Landesvorstandes. Der Entscheidung gingen lange Debatten zum Pro und Contra einer möglichen „Deutschland“-Koalition mit Konservativen und Liberalen voraus. CDU und FDP hatten ihre Teilnahme bereits am Donnerstag beschlossen.
Bei der SPD hatte es nach dem historisch schlechten Wahlergebnis von 8,4 Prozent Vorbehalte gegen eine Regierungsbeteiligung gegeben. Mehrere Sozialdemokraten warnten zudem, dass die SPD in einer Koalition mit der FDP eine neoliberale Wirtschaftspolitik mittragen müsse. Die Parteichefs Juliane Kleemann und Andreas Schmidt warben indes für das Bündnis. CDU- und SPD-Mitglieder müssten einen möglichen Koalitionsvertrag absegnen. Am 16. September soll der Landtag Reiner Haseloff (CDU) zum Ministerpräsidenten wählen.