Es vergeht kein Bade-Wochenende, an dem die Wasserwacht nicht jemanden retten muss. Selbst in der Pandemie, wenn alle Abstand halten, gehen die Ehrenamtlichen das Risiko ein, sich zu infizieren, um Leben zu retten. Nicht nur an Bayerns Seen, sondern auch in Hochwasser- und Katastrophengebieten. Dieses Engagement kann gar nicht genug gewürdigt werden.
Helfer müssen helfen können. Und das auch bei all den Herausforderungen, die auf uns zukommen. In Bayern hat die Zahl der Nichtschwimmer dramatisch zugenommen. Besonders Kinder sind in Gefahr, weil der Schwimm-Unterricht lange ausgefallen ist. Das ist nicht das einzige Problem. Auch das Klima wird sich weiter verändern. Naturkatastrophen wie das Hochwasser im Berchtesgadener Land wird es häufiger geben. Damit müssen wir alle rechnen. Wir werden weiterhin Helfer brauchen, die in Krisensituationen Menschen retten.
Die Politik muss für die Ausbildung der Ehrenamtlichen und ihr technisches Equipment genug Geld zur Verfügung stellen. Darum bittet die Wasserwacht schon lange. Passiert ist bisher wenig. Wie schnell wendige Boote für überflutete Gassen oder hochwassertaugliche Fahrzeuge gebraucht werden können, haben wir gerade wieder gesehen. Die Hilfe für die Helfer muss schneller kommen – das ist noch wichtiger als Dank und lobende Worte.
Cornelia.Schramm@ovb.net