Schwerin/Berlin – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat nicht vor, nach der Bundes- und Landtagswahl für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. „Ich habe solche Pläne nicht“, sagte Schwesig der „Bild am Sonntag“. Die 47-Jährige, die vor ihrer Brustkrebserkrankung SPD-Bundesvize war und die Partei kommissarisch geführt hat, sieht ihren Platz in Schwerin: „Ich bin die Frau für Mecklenburg-Vorpommern, ich bin gerne Ministerpräsidentin und möchte es bleiben.“
Die SPD wählt im Dezember ihre Führung neu. Saskia Esken, die seit Dezember 2019 zusammen mit dem früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans an der Spitze der Partei steht, hat bereits erklärt, dass sie gerne weitermachen möchte. Schwesig ließ offen, ob sie eine erneute Kandidatur der 59-Jährigen unterstützen würde. Sie arbeite gerne mit Esken zusammen. Aber: „Das Wichtigste ist, dass sich jetzt alle darauf konzentrieren, dass wir mit Olaf Scholz den nächsten Kanzler stellen.“
Dem Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) sprach Schwesig wegen mangelnder Erfahrung die Qualifikation fürs Kanzleramt ab.