Berlin – Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ihre politische Zukunft mit dem Verlauf des derzeitigen Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr verknüpft. „Was immer da vor Ort passiert: Ich halte den Kopf hin“, sagte die Ministerin bei „Bild TV“. Kramp-Karrenbauer kündigte an, nach Ende der Evakuierungsmission eine Bilanz zu ziehen und über persönliche Konsequenzen nachzudenken. „Wenn diese Mission zu Ende ist, dann werde ich für mich selbst sehr genau überlegen, welche Verantwortung ich getragen habe, welcher Verantwortung ich gerecht geworden bin, wo vielleicht auch nicht – und welche Schlüsse ich persönlich daraus ziehen muss.“ Sie sei bereit, Verantwortung zu tragen, sagte Kramp-Karrenbauer. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) betonte, dass er in der weiteren politischen Diskussion für sein Ministerium geradestehen werde. „Ich trage die politische Verantwortung für alles, was im Auswärtigen Amt geschieht, natürlich auch insbesondere für die Fehler, die gemacht werden“, sagte er. Zunächst gehe es aber darum , die Diplomaten bei der Evakuierungsaktion zu unterstützen.