Erstmals seit dem Ende der militärischen Evakuierungsmission in Kabul sind Schutzbedürftige aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen worden. Der Nationale Sicherheitsrat des Weißen Hauses teilte mit, die Taliban hätten sich „kooperativ“ gezeigt. Laut „Washington Post“ waren auf der Passagierliste der Quatar-Airways-Maschine 211 afghanische Doppel-Staatsbürger. Neben Staatsangehörigen der USA, Kanadas, Großbritanniens, Italiens, der Niederlande und der Ukraine waren nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch 15 deutsche Staatsbürger unter den Passagieren – vor allem Frauen und Kinder. Unklar war, ob alle bis zum Abflug den Flughafen erreicht hatten.
Der polnische Senat hat ein umstrittenes Mediengesetz der Regierung abgelehnt. Die Mitglieder des Senats, in dem die Opposition die Mehrheit hat, stimmten gestern mit 53 zu 37 Stimmen gegen den Entwurf. Durch das Gesetz würde es Firmen außerhalb Europas verboten werden, mehr als 49 Prozent an polnischen Medienunternehmen zu besitzen. Damit könnte etwa der US-Medienkonzern Discovery gezwungen sein, die Mehrheit seiner Anteile am polnischen Privatsender TVN zu verkaufen, dessen Nachrichtenkanal die Regierung oft kritisiert. Der Entwurf kann aber immer noch angenommen werden, wenn die erste Kammer ihm erneut zustimmt.