Laschet übernimmt MPK-Vorsitz – und wird gleich verabschiedet

von Redaktion

Es ist noch nicht lange her, dass Ministerpräsidentenkonferenzen (MPK) die Blicke des ganzen Landes auf sich gezogen haben. In den Bund-Länder-Runden wurde – teils virtuell, teils in Präsenz – die konkrete Corona-Politik beschlossen. Für Markus Söder waren das prominente Auftritte, erst als Vorsitzender der MPK, später Stellvertreter. Die Termine in Berlin waren einer der Gründe, warum Söder bundesweit als einer der wichtigsten Corona-Manager wahrgenommen wurde.

Seit gestern tagen die Ministerpräsidenten nun wieder, aber die Runde, die bereits seit den 50er-Jahren besteht, ist vom öffentlichen Radar verschwunden. Den Vorsitz in Königswinter hat inzwischen Nordrhein-Westfalen, und damit Armin Laschet. Vor einem Jahr um diese Zeit wäre das für ihn eine dankbare Gelegenheit gewesen, sich zu profilieren. Nun ist es zu spät – und für Laschet wird der Vorsitz ohnehin einmalig bleiben. Nächste Woche übergibt er die Regierungsgeschäfte an Hendrik Wüst. In Königswinter leitete Laschet deshalb gestern erstmals die Sitzung – und wird heute schon wieder verabschiedet.

Inhaltlich geht es noch immer um Corona. Die Ministerpräsidenten verlangen vom Bund eine neue Rechtsgrundlage für die eingeübten Corona-Schutzstandards in Innenräumen – 3G-Regel, Maske, Abstand, Lüften.  mb

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