CSU-Frauen fordern erneut strengere Quote

von Redaktion

München – In der CSU könnte die vor zwei Jahren auf dem Parteitag gescheiterte ausgeweitete Frauenquote für Kreisvorstände erneut zum Streitthema werden. „Sobald die Durchwahlen in allen Verbänden abgeschlossen sind, werden wir die Umsetzung der Soll-Quoten prüfen und die Ergebnisse für die weitere Vorgehensweise bewerten. Wenn wir mithilfe der freiwilligen Selbstverpflichtung keine Fortschritte erzielen, muss die Einführung einer verpflichtenden Frauenquote erneut auf den Tisch“, sagte die Vorsitzende der CSU-Frauen-Union, Ulrike Scharf. Im Oktober 2019 hatte die CSU-Basis auf dem Parteitag gegen eine auch von Parteichef Markus Söder unterstützte, verpflichtende 50-Prozent-Frauenquote für Kreisvorstände gestimmt – ein wüster Streit damals.

„Unsere Gesellschaft wird nicht richtig abgebildet – das muss sich jetzt ändern“, sagte Scharf weiter. In der CSU gilt in Landes- und Bezirksvorständen seit fast zehn Jahren eine Frauenquote von 40 Prozent. Und in den engeren Vorständen – Vorsitzende, Vizes, Schriftführer, Schatzmeister – gilt inzwischen sogar eine verpflichtende 50-Prozent-Quote.

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