IN KÜRZE

Anschlagspläne: Razzia bei Islamisten Anklage wegen „NSU 2.0“-Schreiben

von Redaktion

Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne ist die Polizei im nordrhein-westfälischen Düren mit einer Razzia gegen eine mutmaßliche islamistische Zelle vorgegangen. „Im Zentrum dieser Ermittlungen steht eine siebenköpfige Gruppe aus dem Raum Düren, die sich zu einem islamistisch-terroristischen Netzwerk zusammengeschlossen hat“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU). Es habe den Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat gegeben. Sechs Beschuldigte seien bereits als islamistische Gefährder eingestuft. Alle sieben hätten landes- und bundesweite Kontakte zu Mitgliedern der radikal-islamischen Szene. Auch Menschen, die in unmittelbarem Kontakt zu dem Attentäter von Wien gestanden hätten, seien kurz vor dem Anschlag zu Besuch in Düren gewesen. Bei dem Anschlag waren im November 2020 vier Menschen getötet und 23 verletzt worden.

Im Fall der Serie von Drohschreiben mit der Unterschrift „NSU 2.0“ hat die Staatsanwaltschaft Anklage vor dem Landgericht Frankfurt am Main erhoben. Der beschuldigte arbeitslose Berliner im Alter von 53 Jahren soll insgesamt 116 Drohschreiben verfasst und dabei die Grußformel „Heil Hitler“ verwendet haben.

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