Nach dem Tod einer Schwangeren haben zehntausende Menschen in ganz Polen gegen das rigide Abtreibungsrecht in ihrem Land demonstriert. Auf Protestzügen skandierten sie am Samstag in Warschau und in 70 anderen Städten: „Nicht eine Einzige mehr“ und hielten Fotos der 30-jährigen Izabela hoch, die in einem Krankenhaus gestorben war. Sie ist nach Angaben von Frauenrechtsgruppen das erste Opfer des seit einem Jahr geltenden nahezu vollständigen Abtreibungsverbotes. Izabela war in einem Krankenhaus im Süden des Landes gestorben. Sie war in der 22. Woche schwanger und mit schweren Komplikationen eingeliefert worden.