Habeck verteidigt Minister-Riege

von Redaktion

Grünen-Chef lobt Özdemir – Striktere Auflagen für Fleischindustrie

Berlin – Der Grünen-Vorsitzende und designierte Vizekanzler Robert Habeck hat die Personalentscheidungen seiner Partei für die künftige Ampel-Regierung verteidigt. Der als Landwirtschaftsminister vorgesehene Cem Özdemir sei „ein begnadeter Kommunikator“, was besonders im Agrarressort wichtig sei, sagte Habeck. Özdemir markierte derweil bereits Themenfelder, die er in seinem neuen Amt angehen will. So kündigte er striktere Auflagen für die Fleischindustrie an. Zudem will er die Bauern für mehr Klimaschutz gewinnen. Habeck sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, Özdemir verstehe es gut, „unterschiedliche Interessen zusammenzubringen“.

Der Grünen-Chef rechtfertigte auch die Nichtberücksichtigung der beiden Fraktionsvorsitzenden: „Toni Hofreiter und auch Katrin Göring-Eckardt haben große Verdienste und die Fraktion über Jahre erfolgreich geführt“, sagte er. „Aber wenn man viele gute Leute hat und nur eine begrenzte Anzahl an Ressorts, dann ist die Auswahl immer ein schmerzhafter Prozess, der manchmal schwierige Entscheidungen erfordert.“ Hofreiter war im Vorfeld als Landwirtschaftsminister gehandelt worden, Göring-Eckardt als Familienministerin.

Habeck äußerte sich auch zu den weiteren Grünen-Kabinettsposten. „Mit Steffi Lemke kommt eine Ostdeutsche ins Kabinett, die profunde Kenntnisse im Umweltbereich hat“, sagte er. Die designierte Familienministerin Anne Spiegel habe sich bereits in Rheinland-Pfalz im selben Amt bewährt. Und die bisherige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth werde „als Kulturstaatsministerin eine starke Stimme sein“, weil sie „seit vielen Jahren die Kulturszene“ präge.

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