Polen erwartet Kurswechsel

von Redaktion

Warschau – Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki setzt darauf, dass die neue Bundesregierung einen Kurswechsel im Streit um die Gas-Pipeline Nord Stream 2 vollzieht. „Ich würde erwarten, dass die neue deutsche Regierung alles tut, um zu verhindern, dass Nord Stream 2 ein Instrument im Arsenal von Präsident Putin wird“, sagte er in einem Interview. Die Pipeline könne von Russland genutzt werden, um die Ukraine und Moldau zu erpressen und Energiepreise zu manipulieren, warnte er. Der 1230 Kilometer lange Doppelstrang von Russland durch die Ostsee nach Deutschland ist zwar fertiggestellt, es fließt bislang aber noch kein Erdgas durch die Pipeline. In der vergangenen Woche setzte die Bundesnetzagentur ein nötiges Zertifizierungsverfahren vorerst aus.

Nord Stream 2 zählt zu den heikelsten Themen deutscher Außenpolitik. Die USA und osteuropäische EU-Staaten wie Polen und die baltischen Länder lehnen das Projekt kategorisch ab.

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