Berlin statt Seeon: CSU weicht vierter Welle aus

von Redaktion

Berlin/Seeon – Wieder keine Winterzauber-Fotos für die CSU: Wegen der Corona-Lage verlegen die Bundestagsabgeordneten ihre Januar-Klausur aus dem idyllischen Kloster Seeon nach Berlin. Dort verhängt Landesgruppenchef Alexander Dobrindt strenge Hygiene-Vorgaben: Wer physisch teilnimmt, muss geimpft oder genesen und frisch getestet sein (2Gplus).

Schon diesen Januar waren die Abgeordneten in ein größeres Areal nach Berlin ausgewichen, eine Seeon-Klausur wurde im Juli nachgeholt. Diesmal wird das Treffen mit Neugier erwartet: die erste Klausur als Opposition. Die Jahresauftakt-Klausur sei „der Startschuss für das Projekt ,Aufbruch 22‘“, sagt Dobrindt unserer Zeitung.

Im Kultur- und Bildungszentrum Seeon bleibt es also still. Geschäftsleiter Gerald Schölzel nennt die Absage bedauerlich, weiß aber, dass sie der Corona-Situation und der hohen Inzidenz im Landkreis Traunstein geschuldet ist. Er rechnet im Jahr 2023 fest damit, wieder Gastgeber der CSU-Landesgruppe zu sein, die die im Jahr 2017 erstmals ihre Klausurtagung in Seeon abhielt. Auf die Werbe-Strahlkraft dieser Veranstaltung mit bundes- und europaweiten Fernsehbildern hoffen dann auch wieder Seeon-Seebrucks Bürgermeister Martin Bartlweber (Freie Wählergruppe Seeon) und der Bezirk von Oberbayern. Bezirkssprecherin Susanne Büllesbach betont: „Die CSU-Landesgruppe hat klar zum Ausdruck gebracht, wie gut es ihnen in Seeon gefällt.“

TANJA WEICHOLD / CD

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