So fest hat Corona Europa im Griff

von Redaktion

Belgien (Impfquote 75 Prozent): Die Infektionszahlen in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern schießen trotz strengerer Corona-Maßnahmen wie einer Homeoffice-Pflicht immer weiter in die Höhe. Zuletzt wurden mehr als 25 000 Infektionen an einem Tag gemeldet – so viele wie nie. Mehr als 300 Corona-Patienten werden pro Tag ins Krankenhaus eingewiesen.

Dänemark (75): Seit dem Spätsommer galten in Dänemark keinerlei Beschränkungen mehr. Mittlerweile müssen die Menschen aber wieder vielerorts zeigen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Seit Montag gilt wieder eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und beim Einkaufen. Die dänischen Impfzahlen sind im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hoch.

Frankreich (76): Steigende Infektionszahlen machen auch den Franzosen Sorge. Aufgrund der Impfquote ist die Regierung aber zuversichtlich, die nach der Zählung des Landes fünfte Welle ohne drastische Einschränkungen zu bewältigen. Massiv wird derzeit für Auffrischungsimpfungen geworben, Millionen Franzosen haben einen Termin oder die Impfung schon erhalten. Die Booster-Impfung wird quasi zur Pflicht, weil sonst der Corona-Pass (3G-Nachweis) ungültig wird. Der ist vielfach auf der Arbeit Pflicht und wird zudem für den Besuch von Veranstaltungen, Cafés oder für Bahn- und Flugreisen benötigt.

Griechenland (62): In Griechenland sind die Intensivstationen fast voll belegt, die Lage ist angespannt. Immerhin: Zuletzt fiel die Zahl der täglichen Neuinfektionen leicht, während die Zahl der Erstimpfungen stark anstieg. Das liegt wohl daran, dass die Maßnahmen für Ungeimpfte schon vor Wochen massiv verschärft wurden.

Großbritannien (69): Seit Monaten sind die Infektionszahlen hoch, zuletzt stieg die Sieben-Tage-Inzidenz erneut an. Die Zahlen der Krankenhauseinweisungen und der Todesfälle gingen hingegen zurück. Die Impfquote liegt auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland, wobei schon gut ein Viertel der Briten Booster-Impfungen bekommen hat. Von härteren Maßnahmen ist man zumindest in England jedoch weit entfernt, nur die Maskenpflicht wurde teils wieder eingeführt.

Italien (77): Anders als Deutschland und Österreich scheint Italien die Pandemie derzeit im Griff zu haben. Die Fallzahlen halten sich in Grenzen, die Intensivstationen sind noch nicht voll. Das liegt an der – außer in Südtirol – guten Impfquote. Die Politik drängt zur dritten Impfdosis – und erreicht die Leute: Impftermine sind teilweise über Wochen ausgebucht.

Niederlande (73): In den Niederlanden kam es zuletzt mehrfach zu gewalttätigen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. Sicherheitskräfte und Mitarbeiter von Hilfsdiensten wurden mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Proteste gegen einen abendlichen Lockdown, der seit Sonntag gilt, hielten sich aber in Grenzen.

Schweden (82): Schweden hatte seit Pandemiebeginn auf einen Sonderweg mit lockeren Maßnahmen gesetzt. In dem Zuge hatte das Land im Vergleich mit sehr hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. Jetzt finden sich die Schweden plötzlich woanders wieder: Laut den Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde weist das Land die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum aus (60), auch die Impfquote kann sich sehen lassen.

Portugal (88): Obwohl die Corona-Zahlen höher als im Nachbarland Spanien liegen, ist die Stimmung relativ entspannt. Das liegt auch an der Impfquote. Aber die Registrierung der ersten 13 Fälle der neuen Omikron-Variante lässt die Alarmglocken schrillen. Ein 3G-Nachweis muss beim Betreten der Innenräume von Gaststätten, von Hotels oder Fitnessstudios vorgelegt werden. Bei Festivals, Sportveranstaltungen, Discos und Bars gilt 2Gplus. Masken sind ab heute wieder in allen öffentlichen Innenräumen Pflicht sowie im Freien, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Spanien (79): Die Lage ist wegen der relativ hohen Impfbereitschaft noch entspannt. Aber auch hier steigen die Zahlen wieder – auch Omikron wurde nachgewiesen. Die Behörden der verschiedenen Regionen verschärfen deshalb wieder die Maßnahmen, ähnlich wie in Portugal.

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