Berlin – Das Kandidaten-Feld für die Nachfolge des Duos Baerbock/Habeck als Grünen-Vorsitzende nimmt langsam Gestalt an. So erklärte der Außenpolitiker Omid Nouripour seine Kandidatur. „Ich möchte mich auf dem digitalen Parteitag Ende Januar bewerben, Parteivorsitzender zu werden“, kündigte der Bundestagsabgeordnete an. Zugleich warnte er vor einem neuen Flügelstreit: „Die Flügel waren ja nie weg. Die haben auch eine gewisse Berechtigung. Aber entscheidend ist, dass Flügellogiken guten Lösungen nicht im Wege stehen.“ Bei der Besetzung der Ministerposten hatte es zuletzt massiven Unmut des linken Flügels über die Realo-Vorsitzenden gegeben.
Die bisherige Vizevorsitzende Ricarda Lang begrüßte Nouripours Ankündigung, wollte sich allerdings nicht zu ihren eigenen Ambitionen äußern. Sie sagte der „Rheinischen Post“, sie mache sich „viele Gedanken über die Rolle der Partei in den nächsten Jahren“. Die Grünen seien „mit der Bundestagswahl einen Schritt in die richtige Richtung gegangen, aber noch nicht dort angekommen, wo wir hinwollen“.