IN KÜRZE

Telegram: Kretschmer für Einschränkungen Käßmann: fehlende Gottesformel schade

von Redaktion

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich für Einschränkungen des Messenger-Dienstes Telegram ausgesprochen. „Es kann nicht länger angehen, dass die Betreiber von Telegram von Dubai aus tatenlos zuschauen, wie in ihrem Netzwerk Morddrohungen verbreitet werden“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Telegram müsse dagegen vorgehen, sonst „muss die EU, muss die Bundesregierung, müssen Apple und Android die Nutzung einschränken“. Kretschmer ist selbst betroffen. In dem Netzwerk waren Mordpläne gegen ihn aufgetaucht.

Die evangelische Theologin Margot Käßmann findet es „schade“, dass Kanzler Olaf Scholz (SPD) und viele Minister der neuen Regierung bei ihrem Amtseid auf die Formel „So wahr mir Gott helfe“ verzichtet haben. „Denn wer sich auf Gott beruft, sieht sich ja in Verantwortung vor einer größeren Instanz“, schrieb die frühere EKD-Ratsvorsitzende in der „Bild am Sonntag“. Andererseits sei es ein Zeichen für den schwindenden Einfluss der Kirchen: „Und der ist schlicht Realität.“

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