Halle – Der bekannte Virologe Alexander Kekulé darf einem Medienbericht zufolge vorerst nicht mehr an der Universität Halle arbeiten. Der Rektor der Martin-Luther-Universität, Christian Tietje, hat eine „vorläufige Dienstenthebung“ für Kekulé ausgesprochen, der einen Lehrstuhl an der Hochschule hat. Die Information geht demnach aus einem internen Schreiben an Mitarbeiter hervor, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.. Die Gründe, die zur vorläufigen Dienstenthebung Kekulés geführt haben, würden in dem Brief nicht genannt.
Offenbar geht es in einem Disziplinarverfahren unter anderem um die Unterrichtsverpflichtung, die jeder Professor und somit auch Kekulé zu erfüllen hat. Gegenstand einer Prüfung ist demnach unter anderem die Frage, in welchem Umfang Kekulé Lehrangebote gemacht hat und ob diese auch alle so stattfanden. Die Uni wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. „Wir kommentieren prinzipiell keine Personalangelegenheiten“, sagte eine Sprecherin. Kekulé sprach von einem „politischen Verfahren“. Seit Jahren beschwere er sich über die mangelnde Ausstattung seines Lehrstuhls, die Uni habe Zusagen nicht erfüllt.