Die Ferien haben eben erst begonnen, da nimmt die Diskussion um Schulschließungen Fahrt auf. Das irritiert. Gerade bei den Schulen sollte man Panikmache und vorschnelle Entscheidungen vermeiden. Manch einen Lehrerfunktionär verführt die Gier nach der schnellen Schlagzeile in der nachrichtenarmen Weihnachtszeit jedoch zu platten Äußerungen. Niemand will Präsenzunterricht um jeden Preis – doch ist die einzige Alternative die komplette Schulschließung? Wohl nicht.
Zuletzt ist der bayerische Kultusminister mit seinem Kurs, einen Schul-Lockdown oder extralange Ferien zu vermeiden und Quarantäneregeln nicht gleich auf die ganze Klasse oder gar Schule auszudehnen, ganz gut über die Runden gekommen. Von Schülern und Lehrern werden die Corona-Hygieneregeln zumindest auf dem Schulgelände sicherlich strikter befolgt als etwa von den „Spaziergängern“ auf ihren berüchtigten Montags- oder Mittwochs-Umzügen.
Einen Anflug von Optimismus darf man sich auch deswegen bewahren, weil die von den Experten prophezeite Omikron-Welle bisher – die Betonung liegt auf bisher – nicht in Deutschland angekommen ist. Wichtig wäre es, die Zeit in den Ferien zu nutzen – und auch die Jugendlichen ab 12 zu boostern (was leider derzeit kaum möglich ist). Dann könnte man um Distanz- oder gar Wechselunterricht vielleicht herumkommen.
Dirk.Walter@ovb.net