München – Die CSU will ihre etwas erkaltete Liebe zu Europa wieder anwärmen. Zur Januar-Klausur der Landtagsfraktion hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) zugesagt; sie reist nach München, um vor die 84 Abgeordneten zu treten. Seit von der Leyen Ende 2019 ihr Amt angetreten hatte und CSU-Vize Manfred Weber im Brüsseler Postengeschacher herunterfiel, gibt es Vorbehalte der Christsozialen gegen die Kommissionspräsidentin. Ihr Besuch am 17. Januar im Maximilianeum (coronabedingt keine Kloster-Klausur) soll das wohl ein Stück weit entschärfen. Weitere ungewöhnliche Gäste der CSU: Bruno Kahl, der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, und der Pflege-Experte Claus Fussek.
Im Januar werden wohl alle Landtagsfraktionen zu Tagungen laden; zumeist in München, falls sich Corona noch zuspitzt, auch nur virtuell. Die SPD, jetzt Kanzlerpartei in Berlin, lässt sich per Video Arbeitsminister Hubertus Heil zuschalten. Die Freien Wähler wollen sich mit neuen Schwerpunkten der Bildungspolitik und mit der deutsch-französischen Freundschaft befassen. Die Grünen setzen Wirtschaftspolitik als Schwerpunkt. cd