Endlich macht das Land am Kap der Guten Hoffnung seinem Namen alle Ehre: Omikron, das Schreckgespenst von Söder, Lauterbach, Drosten & Co., hat in Südafrika doch nicht so schlimm gewütet, wie Wissenschaftler befürchteten. Dort dürfen Omikron-Infizierte, die keine Symptome haben, sogar wieder zur Arbeit gehen – und dies, nachdem die Entdecker der Variante, darunter der deutsche Top-Virologe Wolfgang Preiser, vor Weihnachten Horrorszenarien in den Kliniken erwartet hatten.
Natürlich bietet die erfreuliche Entwicklung in Südafrika noch keinen Grund zur Entwarnung oder gar Vernachlässigung der Schutzmaßnahmen, dazu war die Ausgangslage vor der vierten Welle in den beiden Ländern viel zu unterschiedlich. Aber sie taugt zumindest als Mutmacher. Denn in Südafrika hat sich eine wesentliche Erkenntnis klar herauskristallisiert: Wer genesen oder geimpft ist, der muss Omikron nicht mehr fürchten als Delta. Das Risiko für Geboosterte ohne chronische Erkrankungen, in der Klinik oder sogar auf der Intensivstation zu landen, hält sich in engen Grenzen.
Insofern könnte Omikron auch eine neue Variante in den Kampf gegen das hartnäckige Virus bringen: Zuversicht! Anders als die Menschen in vielen armen Ländern haben wir Deutsche die Chance zur Impfung – notfalls mit immer wieder angepassten Vakzinen.
Andreas.Beez@ovb.net