Vorletztes AKW in Bayern vom Netz

von Redaktion

Gundremmingen – Das Atomkraftwerk im schwäbischen Gundremmingen hat als vorletzter Meiler Bayerns am Silvesterabend seinen Betrieb eingestellt. Nach der Abschaltung im Zuge des Atomausstiegs betonte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) die strengen Sicherheitsvorgaben beim Rückbau: „Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht an erster Stelle.“ Jetzt komme es darauf an, die Energiewende erfolgreich zu gestalten. „Bayern ist ein Sonnenland, das wir weiter stärken wollen“, so Glauber. Jedoch brauche man auch die Windkraft, „wenn wir beim Klimaschutz erfolgreich sein wollen“.

Das Kraftwerk mit seinen weithin sichtbaren Kühltürmen wird aber auch nach der Abschaltung noch lange Gundremmingen prägen. Der milliardenteure Rückbau wird nach Schätzungen mindestens 15 Jahre dauern. Wie das Umweltministerium mitteilte, sind die erforderlichen Genehmigungen bereits erteilt worden. Als letztes bayerisches Atomkraftwerk muss Ende 2022 Isar 2 in der Nähe von Landshut vom Netz gehen. Neben dem Meiler in Niederbayern haben noch zwei andere Kernkraftwerke in Deutschland eine zwölfmonatige Frist: Die Reaktoren Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg müssen ebenfalls Ende Dezember 2022 abgeschaltet werden.

Artikel 8 von 11