Berlin – Der frühere Regierungssprecher Steffen Seibert will offenbar in den diplomatischen Dienst wechseln und Botschafter in Madrid werden. Das berichtet das Nachrichtenportal „Pioneer“. Der 61-Jährige wolle als Quereinsteiger den Botschafterposten ergattern. Seibert habe diesen Wunsch „frühzeitig“ beim neuen Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD) hinterlegt, auch Ex-Kanzlerin Merkel setze sich für Seibert ein. Er war einer ihrer engen Vertrauten und oft an ihrer Seite.
Dass Seibert den Posten bekommt, ist nicht gewiss. Offenbar gibt es mindestens eine weitere Bewerbung aus dem Auswärtigen Amt. Karrierediplomaten sind von Quereinsteigern nicht sonderlich begeistert. Für Seibert spricht, dass er sich als Ex-Staatssekretär nicht auf seine Ruhestandsbezüge – anfangs gut 10 000 Euro – verlässt, sondern auf einen Posten mit einer niedrigeren Besoldungsstufe als bisher (B9 statt B11) wechseln will. Der Posten von Botschafter Wolfgang Dold (63), seit 2018 in Madrid, steht 2022 für einen Wechsel an. cd