London – Der Amtssitz des britischen Premierministers Boris Johnson hat sich beim Buckingham-Palast für zwei Lockdown-Partys am Vorabend der Beisetzung von Queen-Gemahl Prinz Philip entschuldigt. „Es ist zutiefst bedauerlich, dass dies zur Zeit nationaler Trauer stattgefunden hat“, sagte Johnsons Sprecher. Johnson habe diese Woche bereits betont, dass das Verhalten im Regierungssitz den höchsten Standards entsprechen müsse. Die Downing Street übernehme auch die Verantwortung „für Dinge, die wir nicht richtig gemacht haben“.
Wie der „Telegraph“ berichtete, hatten etwa 30 Mitarbeiter am 16. April bis in die Nacht im Amtssitz getrunken und getanzt. Damals galten strenge Abstandsregeln. Die Queen musste wegen der Vorschriften am nächsten Tag allein in der Kapelle ihrer Residenz Windsor sitzen, als dort ihr Ehemann, mit dem sie 73 Jahre verheiratet war, bestattet wurde. Johnson nahm nicht an den Feiern teil und war auch nicht in der Downing Street anwesend. Prinz Philip war am 9. April mit 99 Jahren gestorben. Bis zu seiner Beisetzung am 17. April galt landesweit nationale Trauer. Johnson steht bereits wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln während des ersten Lockdowns unter Druck.