Ampel für Doppelnamen

von Redaktion

Justizminister will mehr Freiheit für Paare

Berlin – Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat eine umfassende Reform des Namensrechts angekündigt, die den Bürgern bei der Wahl von Doppelnamen mehr Freiheiten gibt. „Wir müssen uns beim Namensrecht einer sich verändernden Gesellschaft öffnen“, sagte Buschmann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das heutige Namensrecht sei „ein großes irrationales Durcheinander“.

Ohne mehr Gestaltungsfreiheit beim Familiennamen komme es „zu absurden Ergebnissen, die doch ernsthaft keiner mehr wollen kann“, sagte Buschmann. Ehepartner könnten keinen gemeinsamen Doppelnamen annehmen, die gemeinsamen Kinder könnten das auch nicht. Das Namensrecht gestatte nur, dass ein Ehegatte nach der Eheschließung seinen Namen dem gemeinsamen Ehenamen beifügt.

Noch komplizierter werde es nach Scheidungen, sagte Buschmann. „Erwachsene Kinder müssen heute manchmal gegen ihren eigenen und den Willen eines Elternteils den Familiennamen eines Stiefelternteils behalten, mit dem sie nichts mehr zu tun haben“, kritisierte er. Der Name sei eine sehr persönliche Angelegenheit. „Und ich traue den Menschen zu, eine für sie passende Lösung selbst zu finden.“  afp

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