zur US-Reise von Olaf Scholz:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Biden zeigte Scholz bei aller Verbindlichkeit auf, was er von dessen ,strategischer Ambiguität‘ mit Blick auf Nord Stream 2 hält: nichts. Für den Fall einer russischen Invasion der Ukraine würden die USA ihre Sanktionsmacht nutzen, um das Pipelineprojekt zu beenden. Scholz, der sich zu dieser Position nur unter Einsatz vieler rhetorischer Nebelkerzen bekennt, kehrt damit im Grunde mit gestutzten Flügeln und ohne Interpretationsspielraum zurück. Das wird antiamerikanische Reflexe in der SPD wiederbeleben oder verstärken.“

Neue Zürcher Zeitung

„Scholz fällt es schwer, seiner Partei beizubringen, dass sie einer Lebenslüge aufgesessen ist. Nord Stream 2, gebaut erst, nachdem Russland begonnen hatte, die Ukraine mit kriegerischen Mitteln zu destabilisieren, war nie ein Projekt der politischen Entspannung.“

Tages-Anzeiger (Zürch)

„Es gibt nun zwei Lager. Die einen unterstellen Scholz Führungsschwäche, die anderen den unbedingten Willen, im Geiste Willy Brandts eine diplomatische, europäische Lösung für die Konfrontation mit Russland zu finden. Gelingt es nämlich nicht, den Konflikt zu entschärfen, dann muss in erster Linie Europa die Folgen tragen, nicht Amerika.“

Märkische Oderzeitung (Frankfurt/O.)

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