Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, ist auf juristischem Weg gegen eine Verbal-Attacke des Hamburger CDU-Landesvorsitzenden Christoph Ploß zu ihrer Russland-Haltung vorgegangen. Dieser hatte in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ mit Blick auf die Gasleitung Nord Stream 2 behauptet, dass Schwesig zur russischen Aggression gegenüber der Ukraine sage: „Diese Völkerrechtsverletzungen, die interessieren mich nicht. Hauptsache, die Pipeline kommt in Betrieb.“ Schwesig bestreitet, eine solche Aussage gemacht zu haben. Ein juristisches Vorgehen unter politischen Kontrahenten demokratischer Parteien ist ungewöhnlich.
Die Zukunft der internationalen Militärpräsenz in Mali ist am Vorabend eines Gipfeltreffens der EU und der Afrikanischen Union Thema von Beratungen in Paris. Zu dem informellen Treffen, das den Anti-Terror-Kampf in der Sahelzone in den Blick nimmt, werden am Mittwochabend hochrangige Vertreter der EU, afrikanischer Staaten der Region und weitere internationale Beteiligte erwartet, hieß es aus dem Élyséepalast. Ob bereits am Mittwoch Entscheidungen getroffen und verkündet werden, sei offen. Ziel sei ein abgestimmtes Vorgehen. Das bloße Verlegen von Stützpunkten aus Mali in ein Nachbarland sei keine Lösung.