Krieg dominiert Wahl

von Redaktion

Macron gilt als klarer Favorit in Frankreich

Paris – So hatte sich das keiner der Wahlkampfstrategen in Frankreich vorgestellt: Präsident Emmanuel Macron kündigte seine Kandidatur mit einem knappen Schreiben kurz vor Ablauf der Frist an und machte gleich klar, dass er den Wahlkampf nicht so führen könne wie gewollt. „Wegen des Kontextes“ schrieb er lapidar zur Begründung, aber allen ist klar, dass der Präsidentschaftswahlkampf wegen des Ukraine-Kriegs komplett anders verlaufen wird als geplant.

Für Großveranstaltungen mit Fähnchen schwenkendem Publikum hat Macron im Moment keine Zeit. Ein für Samstag geplantes Wahlkampftreffen in Marseille wurde bereits abgesagt.

Dass ihn das Stimmen kosten könnte, muss der Präsident nicht fürchten – im Gegenteil. In einer Umfrage von Freitag ist er binnen zwei Wochen um fünf Punkte auf 29 Prozent geklettert. „Macron profitiert von seinem Status als Staatschef, Beschützer der Franzosen und ihrer Werte, Chef der Streitkräfte und der Diplomatie“, so Meinungsforscher. » KOMMENTAR

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