Schüssel gibt Posten bei Russen auf

von Redaktion

Wien/Hannover – Österreichs ehemaliger Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) beendet wegen des Ukraine-Kriegs seine Tätigkeit im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Lukoil. „Für mich, der sich immer für konstruktive Beziehungen zwischen der EU und Russland eingesetzt hat, ist mit dem kriegerischen Überfall auf die Ukraine, den brutalen Kampfhandlungen und Bombardierungen der Zivilbevölkerung die rote Linie überschritten“, teilte der von 2000 bis 2007 amtierende Regierungschef am Freitag mit. Dagegen wehrt sich in Deutschland Ex-Kanzler Gerhard Schröder allerdings hartnäckig, ähnliche Konsequenzen zu ziehen. Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover hat nun die Nase voll und will dem Altkanzler wegen seiner anhaltenden geschäftlichen Verbindungen zu russischen Staatskonzernen die Ehrenbürgerschaft entziehen.

Die Stadtverwaltung soll nach Beschluss des Verwaltungsausschusses ein Verfahren zur Aufhebung einleiten, wie die Stadt Hannover mitteilte. Eine Entscheidung soll in der nächsten Ratssitzung am 31. März erfolgen. Schröder war von 1990 bis 1998 Ministerpräsident von Niedersachsen.

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