PRESSESTIMMEN
„Unvermeidlich ist wohl die Einsicht, dass sich Russland nicht mehr aus den 2014 besetzten Gebieten im Südosten des Landes vertreiben lässt. Dies zu akzeptieren, würde einen Friedensschluss erleichtern, ist für die Ukraine aber extrem schwer. Westeuropa könnte dies durch eine klare Perspektive für eine verstärkte Anbindung an die europäische Wirtschaft und Gesellschaft erleichtern. Militärisch kann der Krieg noch lange weitergehen und zahllose Opfer fordern. Verkürzt kann er nur werden, wenn sich ein Frieden für beide Seiten lohnt. Auf russischer Seite wird dies Präsident Putin allein entscheiden. Ein Friedensschluss wird ihm deshalb eine persönliche Trophäe zugestehen müssen. Auf ukrainischer Seite beharrt Präsident Selenskyj zu Recht darauf, dass das Volk darüber abstimmen müsse. Niemand darf den Ukrainern einen Frieden aufzwingen.“
„Die Industrie hingegen wäre bei einem Lieferstopp in der Alarmstufe des Notfallplans voll getroffen. Niemand ist zu beneiden, der dann zu entscheiden hat, welches Werk als erstes vom Gasnetz genommen wird. Schlimm wäre es, wenn die Größe der Anwaltskanzlei und die Klagewut Betroffener darüber entscheiden sollte. Hier ist absolute Transparenz gefragt – und eine umsichtige Politik.“