zu Russland/Gaslieferungen:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Am härtesten trifft es Deutschland, das 55 Prozent seines Gases aus Russland importiert. (…) Doch Berlin weiß nun, dass es auf das russische Gas verzichten muss und dass der Bruch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine brutal sein kann. (…) Aufgrund des Gewichts der deutschen Wirtschaft in Europa bedarf es einer Reaktion Berlins und aller seiner europäischen Partner, um vom russischen Gas unabhängig zu werden. Die mögliche Aussicht auf eine Kriegswirtschaft erfordert eine europäische Koordination und Solidarität, die mindestens so groß ist wie die zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie.“

Le Monde (Paris)

„Vor allem Deutschland hat sich seit Beginn des Krieges gesorgt, dass Moskau den Hahn zudrehen könnte, und sei es nur für ein paar Tage – was für ein Land, das die Hälfte seiner Gasimporte von Moskau bezieht, zu schweren Störungen führen würde. Putin mag das Gefühl haben, dass er dem Westen einen Schlag versetzt, indem er ihn zwingt, in Rubel zu zahlen. Doch durch das Umschreiben der Verträge dürfte er das Vertrauen in Moskau als Lieferanten weiter beschädigt haben. Selbst wenn einige Sanktionen als Teil eines Friedensabkommens in der Ukraine fallen, wird Europas neue Entschlossenheit, seine Abhängigkeit von Moskaus Gas zu beenden, von Dauer sein.“

The Financial Times (London)

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