Madrid – Spanien hat einen neuen Oppositionsführer: Alberto Núñez Feijóo ist zum Chef der krisengeschüttelten konservativen Volkspartei (PP) gewählt worden. Auf einem außerordentlichen Parteitag in Sevilla stimmten 98,35 Prozent der wahlberechtigten PP-Mitglieder für den 60-Jährigen, der keine Gegenkandidaten hatte. Núñez Feijóo wird Nachfolger des erfolglosen Pablo Casado (41), der in Sevilla seinen Rücktritt von der Politik bekanntgab. Unter seinem 2018 übernommenen Vorsitz hatte die PP zum Teil die schlechtesten Wahlergebnisse ihrer Geschichte eingefahren.
Núñez Feijóo ist seit 2009 Ministerpräsident der nordwestspanischen Region Galicien und gilt als moderater Vertreter der Konservativen. Er soll die zweitstärkste Partei im Madrider Parlament aus der Krise und bei der Parlamentswahl Ende kommenden Jahres zum Sieg führen.
Die 1989 gegründete PP regierte Spanien bis 2018. Vor dem Hintergrund mehrerer Korruptionsaffären wurde Ministerpräsident Mariano Rajoy 2018 vom Sozialisten Pedro Sánchez gestürzt.