Kritik an Merkel-Urlaub in Florenz

von Redaktion

München – Angela Merkel macht Urlaub in der Toskana – und wird dafür vom ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk scharf kritisiert: „Klar, in Florenz liegen ja keine ermordeten Frauen und Kinder auf den Straßen. Dafür gibt es aber so viel Kultur und Kunst. Herrlich“, schrieb er verbittert auf Twitter.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Ex-Kanzlerin zuvor zu einer Reise nach Butscha aufgefordert, wo nach dem Abzug russischer Truppen Hunderte Leichen gefunden wurden. In dem Kiewer Vorort könne sich Merkel ein Bild ihrer gescheiterten Russland-Politik machen, sagte er. Damit spielte Selenskyj auf den Nato-Gipfel 2008 in Bukarest an: Dort hatten die Mitgliedstaaten der Ukraine die Aufnahme in Aussicht gestellt, dann aber auf Druck von Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy einen Rückzieher gemacht. Merkel verteidigte ihr damaliges Handeln Anfang der Woche in einer Erklärung.

Die 67-Jährige macht noch bis Montag Urlaub in der Toskana. Fotos zeigen die CDU-Politikerin in Florenz mit ihrer Parteifreundin Annette Schavan, der früheren Botschafterin am Heiligen Stuhl und Ex-Bildungsministerin.kr

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