PRESSESTIMMEN
„Der Fall Spiegel ist eine Mahnung an ihre vielen Berufskollegen, die ebenfalls meinen, mit einer schnittigen Verpackung inhaltliche Lücken kaschieren zu können. Der bizarre Auftritt am Sonntagabend war gerade nicht, wie von Bundeskanzler Olaf Scholz noch am Montag gewürdigt, ,menschlich sehr beeindruckend‘. Den Kanzler, angeblich ,persönlich bewegt und betroffen‘, hat mit dieser Äußerung sein politisches Urteilsvermögen verlassen. Auch er überzeugte im Umgang mit der überforderten Ministerin nicht.“
„Von Fehlern und Versagen war selbst in der Rücktrittser-klärung vom Montag nicht die Rede, sondern nur von politischem Druck. Ausgeübt hatte ihn nicht die Opposition, sondern die eigene Parteiführung. (…) Sie aber wollte nicht aufgeben. Ihr missglückter Selbstbehauptungsversuch musste unweigerlich dazu führen, dass die grünen Minister Baerbock und Habeck sie tags darauf zum Rückzug zwangen.“
„Niemand zwang Anne Spiegel dazu, trotz ihrer familiären Probleme Partei- und Staatsämter anzuhäufen. Es bleibt schleierhaft, weshalb die Grünen die 41-Jährige trotz ihrer Überforderung und ihres Versagens überhaupt ins Bundeskabinett beförderten.“