Kiew: Russland plant am 9. Mai Parade in Mariupol

von Redaktion

Mariupol – Nach der Evakuierung von rund 150 Menschen aus dem Asow-Stahlwerk im südukrainischen Mariupol haben sich in der Anlage am Mittwoch weiterhin ukrainische Kämpfer und wohl auch eine größere Zahl von Zivilisten verschanzt. Bürgermeister Wadym Boitschenko berichtete von „heftigen Kämpfen“. Der Kreml hatte kurz zuvor einen Großangriff dementiert. Der Kontakt zu den Soldaten im Werk sei abgerissen, sagte Boitschenko.

Unterdessen teilte der ukrainische Militärgeheimdienst mit, dass Russland am Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai eine Militärparade in Mariupol plane. Der stellvertretende Leiter der Moskauer Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko, sei in Mariupol eingetroffen, um die Feierlichkeiten vorzubereiten. Die zentralen Straßen der Stadt würden derzeit „von Trümmern, Leichen und nicht explodierten Sprengkörpern gesäubert“.

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