Lambrecht versteht den Unmut

von Redaktion

Ministerin will künftig anders planen – SPD sieht offene Fragen

Berlin – Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Verständnis für Unmut über den Mitflug ihres erwachsenen Sohnes in einem Bundeswehrhubschrauber geäußert. Es sei zulässig, diese Entscheidung infrage zu stellen, sagte sie im ZDF-„Mittagsmagazin“. „Dafür habe ich auch Verständnis.“ Ihrerseits bat die Ministerin um Verständnis für ihren Wunsch, trotz des fordernden Amts Zeit mit ihrem Sohn zu verbringen.

Lambrecht betonte, dass sie sich juristisch nichts vorzuwerfen habe. Ihr sei es sehr wichtig, dass alle ihre Entscheidungen „rechtlich völlig korrekt“ seien. „Das ist hier auch der Fall, die Kostenübernahme ist erfolgt.“ Nach Angaben aus Kreisen des Ministeriums überwies die Ministerin am Mittwoch einen in Rechnung gestellten Betrag von 261 Euro für den Flug.

Sie warb für Verständnis. „Ich bin als Ministerin in einer Situation, dass ich sehr wenig Zeit habe für Privatleben und insbesondere für Kontakt mit meinem Sohn“, sagte sie. „Ich bitte um Verständnis dafür, dass es darum geht, eben auch den Kontakt zum Kind weiter aufrecht zu halten.“ Dieser Wunsch führe „manchmal zu einer Entscheidung, die man im Nachhinein so nicht mehr treffen würde“. Sie wolle nunmehr „Planungen in Zukunft völlig anders“ vornehmen. Sie werde „mehr im Privatleben darauf achten, dass solche Vorwürfe nicht möglich sind“,

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth, hatte zuvor deutlich gemacht, dass er noch Klärungsbedarf sieht. „Es gibt jetzt noch ein paar offene Fragen, und die werden geklärt werden müssen“, sagte er bei RTL. Dazu würden Ministerium und die Ministerin selbst sicher ihren Beitrag leisten.

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