Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält eine Rückkehr der gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus für möglich. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ mit Verweis auf eine israelische Studie, wonach im Abwasser auch die Delta-Variante nachgewiesen wurde. Auf beide Szenarien müsse man sich einstellen, sagte der SPD-Politiker. „Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer.“ In Deutschland dominiert derzeit die Omikron-Subvariante BA.2 mit gut 97 Prozent. Die Delta-Variante, die oft mit schwerwiegenderen Folgen einhergeht, wird laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell nur selten nachgewiesen.
Im Libanon haben die Bürger inmitten der schwersten Krise des Landes seit Jahrzehnten am Sonntag ein neues Parlament gewählt. 3,9 Millionen Menschen waren zu der Wahl aufgerufen. Ergebnisse wurden erst für Montag erwartet. Trotz der großen Unzufriedenheit in der Bevölkerung zeichnete sich ab, dass die schiitische Hisbollah-Partei – Libanons größte politische und militärische Organisation – und ihre Verbündeten erneut stärkste Kraft werden. Es ist die erste Wahl seit der Explosion von Ammoniumnitrat im Hafen von Beirut, durch die mehr als 200 Menschen starben und ganze Stadtviertel verwüstet wurden.
Die SPD sieht Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nun mit in der Schusslinie im Masken-Skandal von 2020. Es habe „massiven politischen Druck aus Aiwangers Wirtschaftsministerium“ gegeben, Masken von der Firma eines FW-Parteifreunds zu kaufen, sagte SPD-Chef Florian von Brunn. Auf einer Liste mit potenziellen Masken-Anbietern, die aus Aiwangers Ministerium kam und an die zuständigen Behörden ging, sei ein FW-Kommunalpolitiker aus der Oberpfalz ganz oben gestanden. Dessen Masken entpuppten sich später als mangelhaft ausgezeichnet; der Mann kam vorübergehend in Untersuchungshaft. Aiwangers Ministerium bestätigte von Brunn auf wiederholte Nachfrage, dass der Minister als Zeuge in diesem Ermittlungsverfahren vernommen worden sei. Allerdings gibt es widersprüchliche Berichte, ob sich der Tatverdacht erhärten lässt.