Kiew – Die Bundesregierung will die von Russland angegriffene Ukraine beim Wiederaufbau mit Soforthilfegeldern in Millionenhöhe unterstützen. Mit der Hilfe dürfe man nicht warten, bis der Krieg zu Ende sei, sagte Entwicklungsministerin Svenja Schulze am Freitag im schwer zerstörten Kiewer Vorort Borodjanka. 185 Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen seien bereits genehmigt. Sie besuchte das Land als zweites Regierungsmitglied nach Außenministerin Annalena Baerbock.
Schulze forderte Russlands Präsidenten Wladimir Putin dazu auf, Getreidelieferungen über ukrainische Häfen zu ermöglichen: „Putin ist daran schuld, dass es in vielen Ländern jetzt womöglich zu Hungerkatastrophen kommt.“ Sie wies die russischen Vorwürfe zurück, dass die westlichen Sanktionen eine globale Hungerkrise provozierten. Lebensmittel seien von den Sanktionen ausgeschlossen. „Was Putin aber faktisch macht, ist, dass er die Häfen bombardiert und dadurch verhindert, dass Lebensmittel aus der Ukraine überhaupt exportiert werden können.“.