Die EU-Kommission hat sich nach monatelangem Streit mit der polnischen Regierung auf einen Plan für die Auszahlung milliardenschwerer Corona-Hilfen in Höhe von mehr als 36 Milliarden Euro verständigt. Der Plan sehe eine umfangreiche Reform des Justizwesens vor, um die Unabhängigkeit der polnischen Richter zu stärken, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie will heute nach Warschau reisen und Details der Einigung vorstellen. Bis das Land tatsächlich Geld erhält, wird es aber noch dauern – dazu muss Polen erst im Aufbauplan vereinbarte Zwischenziele erfüllen.
In dem beliebten Urlaubsland Portugal steigen die Corona-Zahlen wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Subvariante BA.5 wieder an. Rund 87 Prozent aller registrierten Neuinfektionen entfallen nach Angaben des Nationalen Gesundheitsinstituts INSA inzwischen auf diese Variante. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen hat sich seit Mitte April auf zuletzt 1800 vervierfacht. Zum Vergleich: In Deutschland gab das RKI den Wert am Mittwoch mit 207 an. Trotz der hohen Impfquote von 87 Prozent in Portugal stieg zuletzt auch die Zahl der Krankenhauspatienten und die Sterblichkeit.