Höcke will weniger AfD-Chefs

von Redaktion

Partei-Rechtsaußen setzt sich für mögliche Einzelkandidatur ein

Berlin – Gut zwei Wochen vor der geplanten Wahl des AfD-Bundesvorstandes mehren sich die Vorschläge für eine strukturelle und personelle Neuaufstellung der Parteispitze. Der Thüringer AfD-Landeschef und Partei-Rechtsaußen Björn Höcke will die Zahl der möglichen Vorsitzenden der Bundespartei reduzieren. Im Kreis derjenigen AfD-Politiker, die sich selbst als gemäßigt bezeichnen, wird eine Kandidatur des Brandenburger Bundestagsabgeordneten Norbert Kleinwächter diskutiert.

Die AfD wählt auf ihrem Bundesparteitag, der am 17. Juni im sächsischen Riesa beginnt, einen neuen Bundesvorstand. Wie aus einer vorläufigen Fassung des Antragsbuchs für den dreitägigen Parteitag hervorgeht, sieht ein von Höcke und vier weiteren Delegierten formulierter Antrag zur Änderung der Satzung vor, dass dem Bundesvorstand künftig einer oder zwei Bundessprecher angehören sollen. In der aktuell gültigen Fassung der Satzung ist von zwei oder drei Bundessprechern die Rede. In der AfD werden die Parteivorsitzenden „Bundessprecher“ genannt. Nach einer Dreierspitze in der Frühphase hatte die Partei in den vergangenen Jahren jeweils zwei Co-Vorsitzende.

Seit dem Parteiaustritt des langjährigen Vorsitzenden Jörg Meuthen im Januar steht Tino Chrupalla alleine an der Spitze der AfD. Gemeinsam mit Alice Weidel leitet er zudem die Bundestagsfraktion. Chrupalla hat eine erneute Kandidatur für die Parteispitze bereits angekündigt. Einige Funktionäre und Mandatsträger der AfD rechnen mit einer Kandidatur Weidels für den Co-Vorsitz. Weidel selbst hat sich zu diesen Spekulationen öffentlich noch nicht geäußert.

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