Islamabad – Außenministerin Annalena Baerbock hat gemahnt, trotz des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine das Leid der Menschen in Afghanistan nicht zu vergessen. „Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe“, sagte die Grünen-Politikerin bei einem Besuch in Pakistan. Man dürfe die Menschen im Nachbarland Afghanistan, wo die Taliban seit vergangenem Jahr wieder an der Macht sind, nicht hungern lassen. „Aber alles andere als humanitäre Hilfe muss streng an Bedingungen geknüpft sein“, sagte Baerbock nach einem Gespräch mit Außenminister Bilawal Bhutto Zardari in der Hauptstadt Islamabad. Mit Blick auf die Missachtung von Menschen- und Frauenrechten durch die militant-islamistischen Taliban sagte Baerbock: „Die Taliban steuern in die falsche Richtung.“
Von Pakistan aus wird die Außenministerin voraussichtlich heute Mittag nach Berlin zurückreisen. Nach ihrer Corona-Infektion entfällt der Rest der Reise.