München – Der Bundespräsident bürgernah auf Reisen durch Deutschland – so will Frank-Walter Steinmeier in seiner zweiten Amtszeit den Austausch mit den Bürgern suchen. Damit das nicht nur eine kurze Stippvisite wird, verlegt Steinmeier seinen Amtssitz gleich für drei Tage in die jeweilige Stadt. Das heißt, von dort aus kann das Staatsoberhaupt dann auch arbeiten und etwa Gesetze unterzeichnen.
Heute beendet der Bundespräsident seine dritte Reise dieser Art. Diese „Ortszeit“ – wie das Bundespräsidialamt das Austauschformat nennt – führte am Dienstag nach Rottweil. Dort besuchte Steinmeier bereits die Rottweiler Synagoge, die Narrenzunft und veranstaltete eine Kaffeetafel mit Bürgern.
Da sich der Bundespräsident momentan im benachbarten Bundesland Baden-Württemberg aufhält, stellt sich die Frage, wann mit einem Besuch im Freistaat zu rechnen ist. Wie das Bundespräsidialamt auf Anfrage mitteilte, ist mit einer „Ortszeit“ in Bayern wohl erst Ende diesen Jahres beziehungsweise Anfang nächsten Jahres zu rechnen. Zwar wird das Format im August fortgeführt, jedoch stehen dann erst einmal eine Stadt in Sachsen und eine im Norden auf der Agenda.
Wo genau Bayern den Bundespräsidenten empfangen darf, steht noch nicht fest. Das Präsidialamt ist momentan mit einigen Städten im Gespräch, hieß es. Klar ist aber, dass es eine kleinere Stadt werden dürfte. Rund 20 000 bis 30 000 Einwohner soll die Marke sein. Wie es auch schon bei den vorherigen Stationen Altenburg in Thüringen und in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt der Fall war. Damit dürfte sicher sein, dass es nicht München wird. LEONIE HUDELMAIER