Neuanfang mit neuem Vorstand für die Linken

von Redaktion

Erfurt – Linken-Chefin Janine Wissler hat die Partei zu einem Neuanfang aufgerufen. „Unsere Partei, die wir vor 15 Jahren gegründet haben, befindet sich in einer tiefen Krise“, sagte Wissler am Freitag auf dem Parteitag. „Wir haben Niederlagen bei der Bundestagswahl und den letzten Landtagswahlen erlebt, zu viele Mitglieder haben die Partei verlassen.“

Die Partei habe den Eindruck hinterlassen, als wären ihr „die Kämpfe untereinander“ wichtiger als das Engagement für die Menschen. „Das müssen wir ändern.“ Außerdem grenzte Wissler die Linke klar vom früher russland-freundlichen Kurs ab.

Am heutigen Samstag wählt die Linke nach den Wahlschlappen und der Sexismus-Affäre einen neuen Vorstand. Wissler, die in der Sexismus-Affäre unter Druck geraten ist, bewirbt sich erneut. Die einstige Ko-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow war im April zurückgetreten. Chancen für die neue Doppelspitze werden neben Wissler dem Europapolitiker Martin Schirdewan sowie den Bundestagsabgeordneten Heidi Reichinnek und Sören Pellmann eingeräumt.

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