Russland wird nach Angaben von Präsident Wladimir Putin bald atomwaffenfähige Raketen an Belarus liefern. Wie Putin bei einem Treffen mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko ankündigte, wird Russland „in den kommenden Monaten“ das Raketensystem Iskander-M an Belarus liefern, das auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Lukaschenko hatte den geplanten Kauf von Iskander-Raketen und S-400-Flugabwehrsystemen aus Russland bereits im Mai bekannt gegeben. Putin sagte zudem zu, bei der Aufrüstung belarussischer Kampfflugzeuge zu helfen, damit diese künftig ebenfalls Atomwaffen transportieren können.
Nach dem Tod von mindestens 23 Menschen beim Ansturm tausender Migranten auf die spanische Exklave Melilla in Marokko haben Menschenrechtler schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte erhoben. Die marokkanischen Behörden hätten „ungerechtfertigte Gewalt“ eingesetzt und Migranten „misshandelt“, sagte der Leiter der Marokkanischen Vereinigung für Menschenrechte, Amin Abidar. Menschen seien stundenlang ohne medizinische Hilfe eingeschlossen auf der Erde liegengelassen worden. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez machte hingegen die „Menschenhändler-Mafia“ verantwortlich. Für Marokkos Sicherheitskräfte fand Sánchez Lob, weil sie einen Angriff „auf die territoriale Integrität“ Spaniens abgewehrt hätten.
Sechs Wochen nach der Landtagswahl haben CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen den Weg für die neue schwarz-grüne Landesregierung gebahnt: Auf Landesparteitagen in Bonn und Bielefeld billigten beide Parteien den Koalitionsvertrag. Die Delegierten der CDU stimmten mit mehr als 99 Prozent für den Koalitionsvertrag. Bei den Grünen war das Votum mit 85 Prozent schwächer.
Hubert Aiwanger ist mit 84,93 Prozent der Stimmen im unterfränkischen Geiselwind. zum sechsten Mal in Folge zum Bundesvorsitzenden der Freien Wähler gewählt worden. Auch diese Wiederwahl war wegen der fehlenden Gegenkandidaten unumstritten. 2019 hatte Aiwanger allerdings noch 93,4 Prozent bekommen.