„Nur zwei Geschlechter“: Streit um Vortrag

von Redaktion

Berlin – Die Absage eines Vortrags zum Thema Geschlecht und Gender an der Humboldt-Universität Berlin hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Uni habe der Wissenschaftsfreiheit einen Bärendienst erwiesen, sagte der Präsident des Hochschulverbandes, Bernhard Kempen. „Sie hätte stattdessen Rückgrat beweisen und alles dransetzen müssen, dass der Vortrag stattfinden kann.“

Nach der Ankündigung von Protesten hatte die Hochschule den Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht gestrichen. Titel: „Geschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt“. Gegner der Absage sehen ein Einknicken. Andere Stimmen finden die Aussagen der Biologin in der Gender-Debatte problematisch. Vollbrecht war im Juni mit anderen Autoren in die Kritik geraten. Sie schrieben in der „Welt“ kritisch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wo „geleugnet“ worden sei, „dass es nur zwei Geschlechter gibt“. Der Vortrag wird nicht nachgeholt, es gibt lediglich eine Podiumsdiskussion dazu.  dpa

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