IN KÜRZE

Bas fordert neue Steuern für Reiche Abe: Japan plant Staatsbegräbnis Papst: „Null Toleranz“ bei Missbrauch Über 40 getötete Gewerkschaftler Schweizer denken über Nato nach

von Redaktion

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat sich für mehr Umverteilung in der Krise ausgesprochen – und stellt dabei auch Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag der Ampel in Frage. Gegenüber dem „Spiegel“ forderte die SPD-Politikerin eine Vermögenssteuer – „wer das nicht so nennen mag, kann von einer Luxussteuer sprechen“, sagte sie. Auch über Änderungen bei der Erbschaftssteuer müsse nachgedacht werden.

Japan wird im Herbst ein Staatsbegräbnis für den ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Shinzo Abe abhalten. Abe „wurde von der internationalen Gemeinschaft, einschließlich ausländischer Staatsoberhäupter, sehr geschätzt“, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida. Es seien Trauerbotschaften aus aller Welt eingetroffen. Um zu zeigen, dass Japan „der Gewalt nicht nachgibt und entschlossen ist, die Demokratie zu schützen“, werde ein Staatsbegräbnis stattfinden.

Papst Franziskus hat „null Toleranz“ beim Missbrauch von Minderjährigen und hilflosen Menschen in der katholischen Kirche gefordert. „Bitte verheimlicht diese Realität nicht“, sagte Franziskus bei einem Treffen mit Ordensvertretern im Vatikan. Es dürfe auch keine Scham davor geben, Missbrauchsfälle anzuzeigen. Die katholische Kirche wird seit Jahren von Fällen des sexuellen Missbrauchs durch Geistliche erschüttert. Regelmäßig gibt es auch Kritik daran, wie Verantwortliche damit umgehen, auch in Deutschland.

In Venezuela sind laut der Nichtregierungsorganisation Provea seit 2015 mehr als 40 Gewerkschaftler getötet worden. Im Bericht „Gewalt gegen Gewerkschaftler“ dokumentiert Provea 44 Morde. Zudem habe es Dutzende Fälle willkürlicher Verhaftungen und Drohungen gegen Gewerkschafter gegeben.

Der Ukraine-Krieg hat bei vielen Schweizern zu einem Umdenken in der Sicherheitspolitik geführt. Die Unterstützung für eine Annäherung an die Nato stieg auf den Rekordwert von 52 Prozent, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich ergab. Einen Betritt befürworteten aber weiterhin nur 27 Prozent. Eine Mehrheit steht hinter dem Gedanken der Neutralität.

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