Brüssel – Die Europäische Union stockt ihre Finanzhilfe zur Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine wie angekündigt auf 2,5 Milliarden Euro auf. Die EU-Staaten beschlossen am Freitag offiziell die nächste Tranche über 500 Millionen Euro. Ratschef Charles Michel hatte bereits am Montag öffentlich gemacht, weitere 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen.
Konkret sollen von dem Geld 490 Millionen Euro für Waffen und Munition sowie zehn Millionen Euro für Schutzausrüstung, Benzin oder Erste-Hilfe-Kits ausgegeben werden. Ein erstes Paket über 500 Millionen Euro war bereits Ende Februar bewilligt worden, drei weitere folgten dann im März, April und Mai. Die Finanzmittel kommen aus der sogenannten Europäischen Friedensfazilität – ein neues Finanzierungsinstrument der EU, das genutzt werden kann, um Streitkräfte in Partnerländern zu stärken. Deutschland finanziert nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) rund ein Viertel der Ausgaben.