Der einstige Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist vor einem Bundesgericht in Washington wegen Missachtung des Kongresses verurteilt worden. Der Sender CNN berichtete, die Geschworenen hätten den 68-Jährigen einstimmig für schuldig befunden. Ein Strafmaß soll erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Bannon war im November angeklagt worden, weil er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 ignoriert hatte. Ihm wurde auch vorgeworfen, angeforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt zu haben. Die „Washington Post“ berichtete, in beiden Punkten drohten Bannon jeweils zwischen 30 Tage und einem Jahr Haft. Allerdings sei seit dem Kalten Krieg niemand mehr wegen Missachtung des Kongresses inhaftiert worden.
Der Bundestag wird zum diesjährigen Christopher Street Day (CSD) am Samstag in Berlin erstmals die Regenbogenflagge hissen. Die Flagge der queeren Community wird nach Angaben von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) an den Portalen sowie auf dem Turm des Reichstagsgebäudes wehen. Das Zeichen sei leider noch immer notwendig.
Im Krisenland Sri Lanka hat ein massives Aufgebot von Sicherheitskräften das wichtigste Protestlager von Regierungsgegnern beim Präsidentenbüro gestürmt und aufgelöst. Beim Einsatz von rund 1000 Polizisten und Soldaten wurden nach Polizeiangaben neun Menschen festgenommen und später auf Kaution wieder freigelassen. 14 verletzte Protestler seien nach der Razzia in das National Hospital eingeliefert worden. Der Protest der Menschen richtet sich unter anderem gegen den neuen Präsidenten Ranil Wickremesinghe, der wenige Stunden zuvor vereidigt wurde.
Bei Angriffen sind im Norden Nigerias 17 Menschen, darunter fünf Polizisten, getötet worden. Die Angriffe ereigneten sich im Bundesstaat Katsina, Heimat von Präsident Muhammadu Buhari, wie der britische Sender BBC am Freitag berichtete. Demnach sollen 300 Bewaffnete am Mittwochabend die Polizeistation von Kankara überfallen haben. Anschließend griffen sie mehrere Dörfer an.
Die EU plant Einsätze der Grenzschutzagentur Frontex im Senegal und in Mauretanien. Dabei gehe es um die „Verhinderung irregulärer Ausreisen“, zitiert die Nichtregierungsorganisation Statewatch aus EU-Dossiers. Der Rat hat laut einer Entscheidung von Ende Juni die Aufnahme von Verhandlungen mit beiden Staaten genehmigt. Der Senegal und Mauretanien sind wichtige Ausgangspunkte für Migranten, um auf die Kanarischen Inseln zu gelangen.