Unionspolitiker haben sich dagegen ausgesprochen, die drei verbliebenen Atomkraftwerke im sogenannten Streckbetrieb mit bestehenden Brennelementen noch mehrere Monate laufen zu lassen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, ein Streckbetrieb würde keine Vergrößerung der gewonnenen Strommenge bedeuten und sei damit nutzlos. CDU-Chef Friedrich Merz erklärte, die Maßnahme mache nur Sinn, wenn die gewonnene Zeit dazu genutzt werde, über den Winter neue Brennelemente für eine verlängerte Laufzeit zu beschaffen.
Polen hat den Beitritt der nordischen Länder Finnland und Schweden zur Nato ratifiziert. Präsident Andrzej Duda unterzeichnete am Freitag die Gesetze, die zuvor von beiden Kammern des Parlaments gebilligt worden waren. „Dies ist ein sehr wichtiger Tag nicht nur für die NATO und für unseren Teil Europas, sondern auch für die Sicherheit künftiger Generationen“, sagte Duda. Das Verteidigungsbündnis hatte auf seinem Gipfel Ende Juni den Beitrittsgesuchen zugestimmt. Seitdem läuft die Ratifizierung durch die Mitgliedsstaaten.
Die Zahl der Corona-Infektionen in England steigt auf hohem Niveau an. In der Woche, die mit dem 13. Juli endete, waren im größten Land Großbritanniens etwa sechs Prozent der Menschen infiziert, wie aus Zahlen des Statistikamtes hervorgeht. In Schottland waren es sogar fast 6,7 Prozent. Obwohl sich die hochansteckenden Omikron-Varianten rasch verbreiten, gibt es keinerlei Schutzmaßnahmen mehr.
Im Streit um die Zollvorschriften für die britische Provinz Nordirland hat die EU-Kommission vier neue Vertragsverletzungsverfahren gegen Großbritannien eingeleitet. Trotz zahlreicher Appelle der 27 EU-Staaten, das Nordirland-Protokoll umzusetzen, habe sich die britische Regierung geweigert, hieß es in einer Erklärung der Kommission. Das Nordirland-Protokoll ist Teil des Brexit-Abkommens und soll die Zollkontrollen im Warenaustausch zwischen Nordirland und Großbritannien regeln.