„Operation London Bridge“ – was jetzt passiert

von Redaktion

Von der Proklamation bis zur Trauerfeier: Das Protokoll für die kommenden Tage steht schon fest

London – Der Tod von Königin Elizabeth II. nach mehr als sieben Jahrzehnten auf dem Thron hat in Großbritannien einen seit Jahren unter dem Codewort „Operation London Bridge“ detailliert vorbereiteten Ablauf von Ereignissen in Gang gesetzt, deren Höhepunkt die Trauerfeier in der Westminster Abbey im Herzen Londons sein wird. Da die Queen in Schottland gestorben ist, wurden sie ergänzt durch spezielle Regelungen der „Operation Unicorn“.

Über einige Aspekte kann nur der neue Monarch König Charles III. entscheiden, andere stehen fest. Der voraussichtliche Ablauf, soweit bisher bekannt:

Samstag, 10. September

Ein spezielles Gremium, der Accession Council, tritt im St.-James-Palast zusammen und ruft Charles zum König aus. Die Proklamation wird durch den ranghöchsten Herold, den Garter King of Arms, verlesen. Danach fährt ein halbes Dutzend Herolde per Kutsche zum Trafalgar Square und zur Börse, um die Nachricht jeweils zu verlesen. Das Parlament schwört dem neuen Monarchen die Treue. Am Nachmittag empfängt der König die Premierministerin und ihre Minister.

Sonntag, 11. September

Der Sarg mit den sterblichen Überresten der Königin wird nach Schloss Holyroodhouse in Edinburgh gebracht, die offizielle Residenz der Monarchin in Schottland.

Montag, 12. September

Prozession zur St. Gilles-Kathedrale in Edinburgh. Gottesdienst mit Mitgliedern der königlichen Familie. Auch das Volk dürfte Gelegenheit erhalten, sich vor dem Sarg von Elizabeth II. zu verneigen. Beide Parlamentskammern versammeln sich in London zu einer Gedenkfeier für die Verstorbene. Der König begibt sich auf eine fünftägige Reise. Als Erstes besucht er Schottland, in den folgenden Tagen Nordirland und Wales.

Dienstag, 13. September

Der Sarg der Königin wird von Edinburgh nach London geflogen und in den Buckingham-Palast gebracht.

Mittwoch, 14. September

In einer Prozession wird der Sarg vom Palast zum Parlament gebracht. In Westminster Hall wird er drei bis vier Tage lang auf einem mit purpurfarbenem Stoff bedeckten Katafalk aufgebahrt. Die Öffentlichkeit kann dort 23 Stunden täglich Abschied von der verstorbenen Regentin nehmen.

Montag, 19. September

Voraussichtliches Datum der live im Fernsehen übertragenen staatlichen Trauerfeier in der Westminster Abbey mit Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt. Nach der Trauerfeier werden die sterblichen Überreste von Königin Elizabeth II. nach Schloss Windsor westlich von London gebracht und dort dann in der Familiengruft beigesetzt.

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